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Tipps für's Wohnen #1 - Stoßlüften statt Kippfenster: Warum richtig Lüften Schimmel vorbeugt & es nicht nur wichtig für ein Holzhaus ist

15. Okt.
5 Min. Lesezeit

Jeden Tag entsteht in unseren Wohnungen Feuchtigkeit – beim Kochen, Duschen, Atmen. Diese Feuchtigkeit ist ganz normal, doch wenn sie nicht richtig entweichen kann, wird sie zum Problem. Schimmel bildet sich, die Wände werden feucht, das Raumklima leidet und schlussendlich unsere Gesundheit. Viele denken, dass das ständige Kippen der Fenster hilft, doch das ist oft nicht der Fall. Hier findest du Informationen, wie richtig Lüften funktioniert, warum Stoßlüften viel besser ist, wie Kondenswasser entsteht und was du im Alltag beachten kannst, um dein Zuhause gesund und gemütlich zu halten. Tipps und Tricks nicht nur für Holzhäuser.


Helles Bad mit freistehender Wanne, offenem Fenster ins Grün, Lehmputz, Holzregal und Handtüchern; ruhig und natürlich.


Warum Feuchtigkeit in beim Leben und Wohnen ständig und überall entsteht


In jedem Haushalt entsteht Feuchtigkeit – und zwar ständig. Beim Atmen geben wir Wasserdampf ab, beim Kochen und Duschen steigt Wasserdampf in die Luft, selbst Pflanzen und Haustiere tragen dazu bei. In einem durchschnittlichen Haushalt können so täglich mehrere Liter Wasser in die Raumluft gelangen.


Diese Feuchtigkeit muss entweichen, sonst sammelt sie sich an den etwas kühleren Stellen, meist an Außenwänden oder in Ecken. Gerade wenn das Haus schlecht gedämmt ist, kühlt die Luft genau dort ab, und der Wasserdampf kann sich in Wassertröpfchen verwandeln – das nennt man Kondenswasser. Wenn das Wasser nicht trocknet, entsteht Schimmel.


Es empfiehlt sich deshalb regelmäßig und richtig zu lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren und Schimmel vorzubeugen. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 40 bis 60 Prozent, bei einer Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius. Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft darüber, steigt das Risiko für Schimmelbildung.




Dampfender Topf auf dem Herd in einer sonnendurchfluteten Holzküche in einem Holzhaus



Wie geht richtiges Lüften und warum dauerhaft gekippte Fenster oft problematisch sind


Viele kippen ihre Fenster nur einen Spalt, um „durchzulüften“. Das klingt praktisch, ist aber oft nicht effektiv. Beim Kippfenster strömt die Luft nur langsam und ungleichmäßig ausgetauscht. Die Luftfeuchtigkeit sinkt kaum, und die Wände kühlen aus.


Das führt dazu, dass die Oberflächentemperatur der Wände sinkt. An kalten Wänden kondensiert die Feuchtigkeit leichter. Außerdem kühlt die Raumluft ab, was das Wohlbefinden mindert und die Heizkosten steigen lässt.


Gekippte Fenster sind zwar besser sind als gar nicht zu lüften, aber nicht mit dem Stoßlüften mithalten können. Stoßlüften sorgt für einen schnellen und vollständigen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen.




Gemütliches Arbeitszimmer mit Bücherregal und offenem Fenster; draußen grünes Laub im hellen Tageslicht. Dauerhaft gekipptes Fenster ist nicht optimal für's Raumklima.


Wie Lüften richtig funktioniert - ein paar Tipps


Richtig Lüften heißt Stoßlüften. Die Fenster sollen weit geöffnet werden – am besten alle Fenster gleichzeitig für fünf bis zehn Minuten. So entsteht ein Durchzug, der die feuchte, vielleicht auch zu warme und "verbrauchte" Luft schnell nach draußen befördert und frische, trockene Luft hereinlässt.


Der Vorteil: Die Wände bleiben warm, weil die Lüftungszeit kurz ist. Die Luftfeuchtigkeit sinkt schnell auf ein gesundes Niveau. Das Raumklima für's Wohnen verbessert sich spürbar, und Schimmel hat schlussendlich keine Chance.


Prinzipiell empfiehlt es sich, je nach Jahreszeit und Nutzung, zwei- bis dreimal täglich stoßzulüften. Im Winter reicht oft eine kürzere Lüftungszeit, im Sommer kann sie etwas länger sein. Bei letzterem aber am besten zeitig in der Früh oder spät abends, solange die Temperaturen angenehm und kühl sind.




Fenster weit geöffnet für Stoßlüften, auch im Winter . So bleib die Luft frisch und die Wände trocken.


Welche Luftfeuchtigkeit für's Wohnen empfohlen wird


Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent bei einer Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius. Diese Werte sorgen für ein angenehmes Raumklima, in dem man sich wohlfühlt.


Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 Prozent, steigt das Risiko für Schimmelbildung. Unter 40 Prozent fühlt sich die Luft oft trocken an, was die Schleimhäute reizt und das Wohlbefinden von uns Menschen mindert.


Mit einem einfachen Hygrometer kannst du die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen messen. So erkennst du schnell, ob du mehr lüften solltest oder ob die Luft zu trocken ist.



Quelle: Energie NÖ



Digitales Thermo-Hygrometer auf Holztisch zeigt 22 °C und 60 % Luftfeuchte vor heller Holzwand. Dies ist der Maximalwert der Wohlfühl-Werte bei Raumtemperatur 20°C bis 22°C eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 60%.

Maximum: Für das Wohlbefinden sollte bei einer Raumtemperatur von 20°C - 22°C eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% - 60% nicht überschritten werden. Ein Hygrometer in den Aufenthaltsräumen hilft beim Messen.




Warum Möbel nicht direkt an Außenwänden stehen sollten - im Holzhaus und jedem anderen Zuhause


Ein häufiger Fehler ist, Möbel direkt an Außenwände zu stellen. Das behindert die Luftzirkulation. An diesen Stellen kann sich Feuchtigkeit aufgrund der fehlenden Luftzirkulation leichter sammeln, da sie nicht gut weg trocknen kann.


Das führt zu kalten, feuchten Stellen hinter den Möbeln – ein idealer Nährboden für Schimmel. Deshalb empfiehlt es sich, einen kleinen Abstand von etwa fünf Zentimetern zwischen Möbel und Wand zu lassen oder mit kleinen Korkplatten stellenweise als Abstandhalter zu hinterlegen.


So kann die Luft zirkulieren, die Wand bleibt wärmer, und die Feuchtigkeit kann besser entweichen. Das schützt dein Zuhause und sorgt für ein langanhaltendes gesundes Raumklima.


Gemütlicher Holzwohnraum mit Rundtisch, Sofa, Fensterbank und Ofen; warme Naturtöne, helles Licht, ruhige Stimmung. Massivholzhaus Modulhaus


Warum ein Holzhaus oft als angenehm empfunden wird


Holzhäuser wie die von YUVA bieten ein besonders angenehmes Raumklima. Holz ist ein natürlicher Baustoff, der Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. So reguliert es die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise.


Natürliche Dämmstoffe wie Stroh und Holzweichfaserplatten unterstützen diesen Effekt. Sie speichern Feuchtigkeit und geben sie langsam wieder ab. Das sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima, das sich wohltuend anfühlt.


Wer in Sachen gesundes Wohnen noch einen Schritt weiter gehen möchte, entscheidet sich für Holzwände, die mit einer dicken Schicht Lehm verputzt sind. Dieses äußerst naturnahe Material, rein bestehend aus Ton, Schluff und Sand, reguliert nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern bindet auch Schadstoffe und unangenehme Gerüche aus der Luft und hat einen kühlenden Effekt dank seiner hohen Masse.

Viele Menschen empfinden Holzhäuser als warm und gemütlich, weil die Wände nicht auskühlen und die Luft nicht zu trocken oder zu feucht wird. Das trägt zum Wohlbefinden bei und unterstützt die Gesundheit.


In Summe kann man sagen, dass natürliche Materialien wie Holz, Lehm und Stroh nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch das Raumklima verbessern und so langfristig für ein gesundes Zuhause sorgen.


  • helles und gemütliches Schlafzimmer mit Lehmwand und Holzwand. Bett und Nachtkästchen aus Kiefer
    helles und gemütliches Schlafzimmer mit Lehmwand und Holzwand. Bett und Nachtkästchen aus Kiefer
  • heller und lichtdurchfluteter Wohnraum komplett aus Holz mit Sitzfenster mit Holzrahmen. Modulhaus
    heller und lichtdurchfluteter Wohnraum komplett aus Holz mit Sitzfenster mit Holzrahmen. Modulhaus
  • eine handvoll Stroh, dieses wird als natürlichen Dämmstoff verwendet.
    eine handvoll Stroh, dieses wird als natürlichen Dämmstoff verwendet.

Holz, Lehm und Stroh regulieren die Luftfeuchtigkeit und schaffen so ein gesundes Raumklima.



Praktische Tipps für den Alltag


Kompakt für dich Zusammengefasst



  • Stoßlüften statt Kippfenster: Öffne die Fenster mehrmals täglich für 5–10 Minuten weit, um die Luft schnell auszutauschen.


  • Luftfeuchtigkeit messen: Nutze ein Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten.


  • Möbel mit Abstand zur Wand: Stelle Möbel nicht direkt an Außenwände, sondern lasse etwas Platz für Luftzirkulation.


  • Feuchtigkeit vermeiden: Trockne Wäsche möglichst draußen oder in gut belüfteten Räumen.


  • Heizen und Lüften kombiniert denken: Halte die Räume warm, damit die Wände nicht auskühlen und Feuchtigkeit kondensiert.



Diese einfachen Maßnahmen helfen dir, Schimmel vorzubeugen und ein angenehmes Raumklima zu schaffen.



Häufige Fehler oder Missverständnisse beim Lüften


  • Kippfenster reichen aus: Viele glauben, dass ein gekipptes Fenster dauerhaft für frische Luft sorgt. Das ist nicht effektiv und kühlt die Wände aus.


  • Lüften nur bei schlechtem Geruch: Lüften sollte regelmäßig und vorbeugend erfolgen, nicht erst, wenn es muffig riecht.


  • Feuchtigkeit ist nur im Bad ein Problem: Feuchtigkeit entsteht in allen Wohnräumen, auch im Schlafzimmer und Wohnzimmer.


  • Holzhäuser brauchen keine Lüftung: Auch in Holzhäusern ist richtiges Lüften wichtig, um Feuchtigkeit zu regulieren.



Bücherregal mit Pflanzen, Kunst und bunten Büchern in einem ruhigen Zimmer aus Holz und Lehm; rechts ein gekipptes Fenster mit Tageslicht.

Dauerhaft Kippen ist nicht die optimale Lösung. Auch wichtig: Möbel mit Abstand zur Außenwand verhindern Feuchtigkeitsansammlungen und Schimmel.



YUVA – Dein Partner für gesundes Wohnen


Häuser aus Holz, Lehm und Stroh oder anderen natürlichen Dämmstoffen sind mehr als nur Gebäude. Sie sind Lebensräume, die langfristig Freude machen. Damit das so bleibt, ist es wichtig, die Materialien und Technik zu verstehen.


Deshalb erhalten Kund:innen von YUVA bei der Übergabe des Hauses ein individuelles Handbuch. Darin stehen alle wichtigen Informationen zur Pflege, Wartung und Nutzung ihres Hauses aus Massivholz. So kannst du dein Zuhause optimal erhalten und lange von einem gesunden Raumklima profitieren.



Mehr zum komfortablen Wohnen in den innovativen Massivholz-Modulhäusern von YUVA findest du auf der YUVA Website.



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